Axel Kuba, 67 Jahre alt, aus Wolfsburg

Ein neues Abenteuer wartet mit dem 3P-Projekt auf mich. Mit 67 Jahren und von Morbus Parkinson Betroffener möchte ich, dass meine Familie, Freunde und Interessierte an diesem Abenteuer teilhaben können. Ich hoffe, von schönen Erlebnissen mit Bild und Text berichten zu können.

Die „Vor“-Zeit

Ich bin seit meiner Jugend ein engagierter Freizeitsportler: Langstreckenläufer, ein paar Jahre gepaddelt (u.a. mehrfach mit Seekajak Wesermarathon von Hann.-Münden nach Hameln=135 km), sportlich Fahrradfahren, Anfang der 90-er Alpentour mit Gepäck und etlichen Pässen / Höhenmetern: mein Lieblingsmotto wie bei quäl-dich.de „Hauptsache bergauf“😊🚴😎.

Die Zeit der Veränderungen

Etwa seit 2011/12 ließ die sportliche Leistungsfähigkeit ungewohnt schnell nach, 2013/14 „Stimmungstief“ mit depressiven Symptomen, lustlos, Rückmeldungen von Familienmitgliedern und Freunden „was ist mit dir?“. Als ich einen Tremor an der linken Hand bekam, sprach ich meinen Arzt an, Überweisung zum Neurologen und im November 2014 dann die Diagnose „Morbus Parkinson“. Erst war ich geschockt, dann habe ich erfahren „ich kann selbst viel tun“. Ich traute mich aber nach einer Dolomiten-Wanderung - noch ahnungslos bezüglich Parkinson kurz vor meiner Diagnose im September 2014, die mich ziemlich überfordert hatte, nicht recht.

Aber Anfang 2015 fragte mich mein Freund Holger, ob ich mit ihm vom Starnberger See nach Wolfsburg radeln wolle. Diese Tour im August / September 2015 lief sehr viel besser als erwartet – und seit dem fühle ich mich wohl, mache viel und habe den Mut zu anspruchsvollen Projekten: das war meine persönliche Mut-Mach-Tour.

Nachdem es mir 2016 schlechter ging – wegen des Umzuges mit meiner Frau Bärbel in eine kleinere Wohnung hatte ich mein Bewegungs- und Sportprogramm fahrlässig schleifen lassen, ließ ich mich erstmals in einer Fachklinik medikamentös fein einstellen. Im Februar 2017 begab ich mich für 2 Wochen in das Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen und Parkinson in Beelitz bei Potsdam. Neben der medikamentösen Therapie wurde mir nochmals klar: ich brauche als Parkinson-Patient einen ganzen Strauß an Bewegung: außer dem Radfahren mache ich Taiji nach „keep moving“, Gymnastik nach Musik, leichtes Krafttraining. Mit vollem Erfolg: ich fühle mich so fit, dass ich mich auf die bevorstehende Radreise und die damit verbundenen Abenteuer freue.

Und das traue ich mich, weil meine Frau und die Familie, Freunde verständnisvoll zu mir stehen und weil der persönliche Austausch in meiner sehr interaktiven Selbsthilfegruppe PaJuBS in Braunschweig mir sehr viel gibt.

Ich lade euch ein, mich zu begleiten. Als Radreisender – da fühle ich mich nicht als Patient und werde von außen auch kaum so wahrgenommen.